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Google aktualisiert Chrome mit Autoplay-Stummschaltung und Ad-Blocking

Google Chrome

Google Chrome geht gegen lästige Web-Erfahrungen vor

Google hat eine neue Version von Chrome veröffentlicht, die Benutzer vor einigen der frustrierendsten Erfahrungen im Web schützt. Der Browser ermöglicht es Benutzern nun, Websites, die Videos automatisch abspielen, dauerhaft stummzuschalten. Zudem wird ein integrierter Ad-Blocker eingeführt, um aufdringliche Werbung zu verhindern.

Das Update, Chrome 64, ist auf Windows, Mac und Linux verfügbar. Um eine Website stummzuschalten, die automatisch Videos abspielt, müssen Benutzer auf das Symbol “Website-Informationen” am linken Rand der Omnibar klicken. Sobald die Website stummgeschaltet ist, wird sie nicht mehr automatisch Videos mit Ton abspielen, bis der Benutzer sie wieder aktiviert.

Die Stummschaltung von Autoplay ist eine Reaktion auf Benutzerbeschwerden über unerwartete Audioinhalte. Laut Google ist dies eines der häufigsten Benutzeranliegen. Das Unternehmen hat auch daran gearbeitet, die Anzahl lästiger Werbung im Web zu reduzieren.

Chrome 64 geht auch gegen clever getarnte Links und Popups vor. Der Browser verhindert, dass Websites Benutzer dazu bringen, neue Fenster oder Tabs zu öffnen, indem sie Links zu Drittanbieter-Websites als etwas anderes aussehen lassen. Diese Links sind oft als Play-Buttons oder Schließen-Symbole getarnt und können Benutzer zu unerwünschten Websites führen.

Laut Google enthalten 20% der Feedback-Berichte von Chrome-Benutzern auf Desktop Beschwerden über unerwünschte Inhalte. Das neue Update soll dieses Problem angehen, indem es Benutzern mehr Kontrolle über ihre Browsing-Erfahrung bietet.

Ad-Blocker zur Verhinderung aufdringlicher Werbung

Google arbeitet auch an einem integrierten Ad-Blocker, der automatisch mehrere Arten von “lästigen” und “aufdringlichen” Werbeanzeigen verhindert. Der Ad-Blocker soll am 15. Februar live gehen und Werbung gezielt, die nicht den Regeln der Coalition for Better Ads entspricht.

Der Ad-Blocker ist Teil von Googles Bemühungen, die Web-Browsing-Erfahrung zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet mit anderen Branchenführern zusammen, um bessere Werbe standards zu entwickeln.

Branchkontext: Der Kampf gegen lästige Werbung

Die Maßnahme ist Teil einer größeren Anstrengung von Google, die Web-Browsing-Erfahrung zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet daran, die Anzahl lästiger Werbung im Web zu reduzieren, und hat sich mit anderen großen Browser-Anbietern zusammengeschlossen. Das Ziel ist es, eine bessere Erfahrung für Benutzer zu schaffen, während gleichzeitig Websites dazu gebracht werden, bessere Werbepraktiken anzuwenden.

Der Ad-Blocking-Markt ist in den letzten Jahren zunehmend komplex geworden. Im Jahr 2019 wurde der Ad-Blocking-Markt auf 1,4 Milliarden Dollar bewertet, mit einer erwarteten Wachstumsrate von 15% pro Jahr. Große Browser-Anbieter, einschließlich Mozilla und Microsoft, haben auch Ad-Blocking-Funktionen in ihre Browser integriert.

Eine der wichtigsten Herausforderungen im Ad-Blocking-Markt ist es, die Bedürfnisse von Benutzern und Publishern in Einklang zu bringen. Während Benutzer aufdringliche Werbung vermeiden möchten, sind Publisher auf Werbeeinnahmen angewiesen, um ihre Inhalte zu unterstützen.

Geschichte: Googles Bemühungen, die Werbeerfahrung zu verbessern

Google hat in den letzten Jahren daran gearbeitet, die Werbeerfahrung zu verbessern. Im Jahr 2017 aktualisierte das Unternehmen seine Quality Rater Guidelines, um gegen gefälschte Nachrichten, Hassseiten und andere Arten von Inhalten von schlechter Qualität vorzugehen. Das Unternehmen hat auch mit anderen Branchenführern zusammengearbeitet, um bessere Werbe standards zu entwickeln, einschließlich der Coalition for Better Ads.

Die Coalition for Better Ads ist eine Gruppe von Branchenführern, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität von Online-Werbung zu verbessern. Die Gruppe hat einen Satz von Standards für Online-Werbung entwickelt, die die Benutzererfahrung priorisieren.

Technische Mechanismen: Wie Ad-Blocking funktioniert

Der Ad-Blocker wird eine Kombination von Techniken verwenden, um aufdringliche Werbung zu blockieren. Er wird eine Liste von bekannten Ad-Server-Domains und IP-Adressen verwenden, um Werbung zu blockieren, sowie Machine-Learning-Algorithmen, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und zu blockieren. Der Ad-Blocker wird auch Benutzern ermöglichen, ihre Ad-Blocking-Erfahrung anzupassen, indem sie bestimmte Websites auf eine Whitelist setzen oder bestimmte Arten von Werbung blockieren.

Der Ad-Blocker wird auf dem Better Ads Standard basieren, der die Arten von Werbung definiert, die als “lästig” oder “aufdringlich” gelten. Dazu gehören Werbung, die Inhalte verdeckt, automatisch mit Ton abspielt und Interstitials verwendet.

Was kommt als Nächstes?

Benutzer können erwarten, dass die neuen Funktionen in den kommenden Tagen und Wochen ausgerollt werden. Mit dem Update zielt Google darauf ab, eine bessere Browsing-Erfahrung für Benutzer zu bieten, während es gleichzeitig Websites dazu bringt, bessere Werbepraktiken anzuwenden.

Das Unternehmen wird weiterhin daran arbeiten, die Web-Browsing-Erfahrung zu verbessern, und Benutzer können weitere Updates in Zukunft erwarten.

Auswirkungen auf Publisher und Werbetreibende

Die Einführung eines integrierten Ad-Blockers in Chrome wird wahrscheinlich erhebliche Auswirkungen auf Publisher und Werbetreibende haben. Laut einem Bericht des Interactive Advertising Bureau macht digitale Werbung über 40% der gesamten Werbeeinnahmen für viele Publisher aus. Der Ad-Blocker könnte zu einer Verringerung der Werbeeinnahmen für einige Publisher führen, was sie dazu zwingen könnte, ihre Werbestrategien zu überdenken.

Der Ad-Blocker könnte jedoch auch zu einer besseren Erfahrung für Benutzer führen, die weniger wahrscheinlich aufdringliche Werbung sehen werden. Dies könnte zu einer erhöhten Bindung und Loyalität für Publisher führen, die bessere Werbepraktiken anwenden.

Breitere Auswirkungen auf das digitale Werbeökosystem

Die Einführung eines integrierten Ad-Blockers in Chrome wird wahrscheinlich breitere Auswirkungen auf das digitale Werbeökosystem haben. Die Maßnahme könnte zu einer Verschiebung hin zu benutzerfreundlicheren Werbepraktiken führen, wie z.B. Native Advertising und gesponserten Inhalten.

Sie könnte auch zu einer erhöhten Adoption von Ad-Blocking-Technologie durch andere Browser-Anbieter führen, was erhebliche Auswirkungen auf die digitale Werbebranche haben könnte.

Zukünftige Entwicklungen

Da sich der Ad-Blocking-Markt weiterentwickelt, wird es interessant sein zu sehen, wie Publisher und Werbetreibende sich an die veränderten Bedingungen anpassen. Eines ist jedoch sicher: Die Einführung eines integrierten Ad-Blockers in Chrome markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer verbesserten Web-Browsing-Erfahrung.

Das Unternehmen wird weiterhin daran arbeiten, die Web-Browsing-Erfahrung zu verbessern, und Benutzer können weitere Updates in Zukunft erwarten.

Schlussfolgerung

Das neueste Update für Google Chrome markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer verbesserten Web-Browsing-Erfahrung. Mit der Einführung von Autoplay-Stummschaltung und einem integrierten Ad-Blocker können Benutzer eine optimierte und angenehmere Browsing-Erfahrung erwarten. Da sich der Ad-Blocking-Markt weiterentwickelt, wird es interessant sein zu sehen, wie Publisher und Werbetreibende sich an die veränderten Bedingungen anpassen.