Google erweitert Gemini in Chrome und fügt AI-Tools hinzu
Gemini kommt nach Asien-Pazifik
Google hat Gemini in Chrome für Australien, Indonesien, Japan, die Philippinen, Singapur, Südkorea und Vietnam aktiviert. Die Veröffentlichung umfasst Desktop-Browser und iOS-Geräte, mit Ausnahme von Japan, wo die iOS-Unterstützung noch nicht aktiv ist. Dieser Schritt folgt auf eine umfassendere Initiative, das Gemini-Modell in Google-Produkte einzubetten. Chrome-Nutzer in den aufgeführten Ländern erhalten AI-gesteuerte Vorschläge beim Surfen, eine Funktion, die das Unternehmen angekündigt hat, um Anfang nächsten Jahres erweitert zu werden. Die Funktion wird zusammen mit dem Dezember-Update von Chrome veröffentlicht, das neue Leistungs- und Sicherheitstools hinzugefügt hat.
Sicherheits- und Leistungsanpassungen in Chrome
Das Dezember-Update von Chrome hat proaktive Sicherheitswarnungen auf dem Desktop eingeführt. Die Warnungen benachrichtigen nun, wenn gespeicherte Passwörter in Datenlecks auftauchen, wenn Erweiterungen riskantes Verhalten zeigen, wenn die Browser-Version veraltet ist oder wenn Site-Berechtigungen inaktiv sind. Sicherheitsprüfung widerruft auch lange nicht genutzte Site-Berechtigungen wie Standort- oder Mikrofonzugriff. Es markiert Sites, die häufig Benachrichtigungen senden, aber wenig Benutzerinteraktion erhalten, und ermöglicht es Benutzern, sie mit einem Klick zu stummschalten. Der Speicher-Sparmodus hat detailliertere Detailpanele erhalten. Beim Überfahren eines Reiters wird der geschätzte Speicherplatz angezeigt, der gespart wird, wenn der Reiter inaktiv wird. Benutzer können Sites anheften, die aktiv bleiben müssen, und verhindern so, dass der Speicher-Sparmodus sie suspendiert. Reitergruppen werden nun auf Desktop-Geräten synchronisiert. In den nächsten Wochen wird Chrome die Zusammensetzung einer Gruppe in der Cloud speichern, sodass Benutzer eine Recherche-Session auf einem anderen Gerät fortsetzen können, ohne die Layouts neu aufzubauen. Diese Änderungen werden eingeführt, während Google sich darauf vorbereitet, Gemini-getriebene Funktionen auf Chromes Kern zu schichten. Das Unternehmen verspricht intelligentere Vorschläge, aber der unmittelbare Vorteil ist ein engeres Sicherheitsnetz für das alltägliche Surfen.
Assistant und Produktivitätssuite erhalten Entwickler-Tools
Google Assistant hat Sprachunterstützung für Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und indisches Englisch hinzugefügt. Entwickler können nun Apps veröffentlichen, die diese Gebiete ohne zusätzliche Übersetzungsschichten verstehen. Eine neue Übergabefunktion ermöglicht es einem Home-Gerät, eine Anfrage an ein gekoppeltes Telefon zu übergeben. Zum Beispiel kann ein Sprachbefehl, um ein Sandwich auf einem Smart-Speaker zu bestellen, auf der Zahlungs-App des Telefons abgeschlossen werden. Assistant lernt auch implizite Anfragen. Benutzer können sagen: “Licht aus” und das System wird den Befehl an die entsprechende Licht-App weiterleiten, ohne sie zu nennen. Die Begleit-App zeigt nun “Neu”- und “Trends”-Abschnitte an, was es einfacher macht, neue Integrationen zu entdecken. Im Bereich Produktivität haben Google Docs, Sheets und Slides Versionen-Verfolgungsfunktionen erhalten. Benutzer können nun mehrere benannte Versionen einer Datei speichern, was die Archivierung von kanonischen Entwürfen vereinfacht. Die Google Cloud Search-Integration ermöglicht es Business- und Enterprise-Benutzern, Suchanfragen aus Docs oder Slides zu starten, ohne ein separates Suchfeld zu öffnen. Ein-Klick-Akzeptieren oder Ablehnen aller Vorschläge vereinfacht die Massenprüfung. Neue Add-ons von Litera Change-Pro und Workshare erweitern die Dokumentenvergleichsfunktionen. Mobile Editoren auf Android und iOS können nun Änderungen direkt vorschlagen, eine Funktion, die in früheren Versionen fehlte.
Barrierefreiheitsschub mit Lookout und Maps
Die Google-App Lookout hat einen Bild-Frage-Modus in geschlossener Beta eingeführt. Der Modus ermöglicht es blinden und sehbehinderten Benutzern, natürliche Sprachfragen zu einem Bild zu stellen, auch wenn das Bild keine Alt-Text hat. Die Funktion läuft auf einem visuellen Sprachmodell von DeepMind. Colin Murdoch, Google DeepMind Chief Business Officer, sagte, dass die Zusammenarbeit zeigt, wie multimodale Modelle direkt Leben bereichern können. Die Veröffentlichung folgt internen Tests mit dem Royal National Institute of Blind People und wird bald auf mehr Teilnehmer ausgeweitet. Maps hat das Symbol für barrierefreien Zugang aktualisiert, um es für alle Benutzer sichtbar zu machen. Die Änderung ermöglicht es jedem, schrittlose Eingänge, Sitzplätze, Parkplätze oder Toiletten im “Über”-Tab zu sehen. Google berichtet, dass Beiträge von Geschäftsinhabern, Local Guides und der Maps-Community barrierefreie Daten für über 40 Millionen Orte hinzugefügt haben. Diese Barrierefreiheits-Updates stehen neben der umfassenderen AI-Veröffentlichung und unterstreichen Googles Bemühen, Gemini-Modelle auf Mainstream- und benachteiligte Benutzergruppen anzuwenden.
Was zu beobachten ist
Achten Sie auf die Expansion von Gemini über die anfänglichen sieben Märkte hinaus. Google hat eine globale Veröffentlichung Anfang nächsten Jahres angedeutet, und die nächste Charge von Ländern wird zeigen, wie das Modell in verschiedenen regulatorischen Umgebungen skaliert. Verfolgen Sie die Adoption von Lookout-Bild-Frage, wenn es von der Beta- zu einer öffentlichen Veröffentlichung übergeht; Benutzerfeedback wird die Genauigkeit und Datenschutzsicherheit der Funktion formen. Schließlich überwachen Sie, wie Entwickler die neue Assistant-Sprachunterstützung und die Hand-off-APIs nutzen – frühe Integrationen könnten den Ton für cross-Geräte-AI-Workflows im Jahr 2025 angeben.